Großes Interesse am Thema "Nachbarschaftshilfe"

"Zeitbank" und "Hilfe von Haus zu Haus" wurden vorgestellt
Info-Veranstaltung Nachbarschaftshilfe

Das Leader-Projekt in Neuweiler, das unter Begleitung durch die SPES-Zukunftsakademie angelaufen ist, veranstaltete am 4. Juni 2014 eine Veranstaltung zu den Themen "Zeitbank" und "Hilfe von Haus zu Haus“. Etwa 40 Personen aus allen Ortsteilen der Gemeinde Neuweiler waren der Einladung der Projektgruppe gefolgt.

Den Auftakt machten Irmgard Albrecht und Karin Köhnken, die vom Obereichenbacher Verein Zeitbank 55+ nach Neuweiler gekommen waren. Der Verein war im Jahr 2009 mit 20 Mitgliedern gestartet und zählt mittlerweile 34 Personen. Gemäß den Bedürfnissen der Menschen bietet der Verein unentgeltliche Dienstleistungen und Hilfen in allen Lebensbereichen an. Bei Eintritt in den Verein gibt jeder seine speziellen Fähigkeiten und Kenntnisse bekannt. Um sich besser kennenzulernen und eventuelle Hemmschwellen abzubauen werden regelmäßig gemeinsame Stammtische angeboten.

Den zweiten Teil des Abends gestaltete Maria Henssler aus Gaienhofen am Bodensee, die den dortigen Verein "Hilfe von Haus zu Haus" vorstellte. Schwerpunkt der Vereinstätigkeit ist Hilfe für ältere, kranke und hilfebedürftige Menschen, aber auch Qualifizierungsmaßnahmen, Info- und Fortbildungsveranstaltungen, sowie Kinderbetreuung und zusätzliche Aktivitäten in der Gemeinde gehören zum vielfältigen Aufgabengebiet des Vereins. Der Verein hat mittlerweile über 300 Mitglieder, 80 Helfer und es wurde 16 450-Euro-Jobs geschaffen. Frau Henssler berichtete außerdem von einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität im Dorf seit Gründung des Vereins. Mittlerweile gibt es "Hilfe von Haus zu Haus" in insgesamt 48 Gemeinden in Baden-Württemberg.

Als nächster Schritt in Neuweiler ist es geplant, im Herbst einen Grundkurs in der hauswirtschaftlichen Altenpflege anzubieten. Geplant sind 15 Abende, wobei über die einzelnen Inhalte noch separat informiert wird. Interessenten können sich bereits jetzt bei Annegret Schöttle (Telefon 07055 929059, E-Mail a.schoettle@schoettle-reisen.de) melden.

Das Projekt wird durch die LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald mit Mitteln der EU und des Landes Baden-Württemberg gefördert.