Verein „Miteinander und Füreinander in Neuweiler“ (MFN) hat 23 Gründungsmitglieder

Die Satzung des neuen Vereins „Miteinander und Füreinander in Neuweiler“ (MFN) beginnt mit einem prägenden Satz: „Wie menschlich eine Gesellschaft ist, zeigt sich besonders deutlich an ihrem Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen.“ Anita Burkhardt - bisher schon in der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft eine der treibenden Kräfte - führte durch den Abend und freute sich darüber, dass 23 Gründungsmitglieder den Weg ins Heimatmuseum im alten Rathaus gefunden hatten. Dabei waren auch Gäste, darunter Deborah Höfflin, Projektleiterin aus Oberreichenbach, die mit Bürgermeister Karlheinz Kistner immer ein offenes Ohr für Neuweiler Belange gehabt habe.
 
An einem Zahlenbeispiel zeigte Bürgermeister Martin Buchwald die Bedeutung des gesamten Leaderprojekts sowie jetzt der Vereinsgründung auf: Im Jahr 1995 hatte es etwa 150 Bürger über 75 Jahre gegeben, im Jahr 2014 ist diese Zahl auf 300 Bürger angewachsen. Er sei dankbar dafür, dass für den MFN so viel Interesse bestehe, und er freue sich, den offiziellen Wahlvorgang leiten zu dürfen. Wörtlich erläuterte er: „Am 12. Juni 2012 hat der Gemeinderat einstimmig die Teilnahme am transnationalen Leader-Projekt ‚Innovative, barrierearme Wohnformen mit Betreuungsmöglichkeit für ältere Menschen zur Belebung der Ortszentren‘ beschlossen.“ Ein Zuschussbescheid des Regierungspräsidiums Karlsruhe liege inzwischen vor.
 

Profitieren werden Alt und Jung

Damit ist das Ziel umrissen, das die sich ehrenamtlich Einsetzenden um Anita Burkhardt vor allem anstreben: In der Dorfmitte eine teils ehrenamtlich, teils professionell begleitete Einrichtung für ältere Menschen zu schaffen. Profitieren davon werden laut Burkhardt alle: Ältere Bürger, die nicht wegziehen müssen, es entstehen Arbeitsplätze, Mitarbeiter haben kurze Wege und flexible Arbeitszeiten, die Gemeinde verliert keine Einwohner; das bedeute jährlich mehr Einnahmen. Immerhin leben heute 20 einstige Bürger auf ihre alten Tage in Heimen außerhalb der Gemeinde.
 
Die vorbereitete Satzung wurde einstimmig verabschiedet. Als Vorstand von MFN wurden auf drei Jahre gewählt: Erste Vorsitzende Anita Burkhardt, Stellvertretender Vorsitzender Bernd Schanz, Kassierer Rainer Dörich und Schriftführerin Heide Pfeiffer. Als Beisitzer komplettieren das Gremium Silvia Beck, Jutta Bürkle, Frida Hammann, Steffen Hennefarth, Ute Hennefarth, Rose Klink, Karin Luz, Margrit Schmidtke, Silvia Schumacher und Verena Zanter. Kassenprüfer sind Ilse Hannemann und Willi Wurster.
 

Satzungs-Präambel erklärt Vereinsziel

In der Präambel, dem „Vorwort“ zum eigentlichen Inhalt der einstimmig verabschiedeten Satzung des MFN, der eingetragener Verein werden will und die Gemeinnützigkeit anstrebt, heißt es: „Mit dieser Satzung wird dem nachstehend genannten Verein sowie seinem sozialen und gemeinnützigen Engagement in der Gemeinde Neuweiler eine Organisations-Struktur gegeben. Der Verein soll die erfolgreiche Arbeit der einzelnen Leader-Projektgruppen fortführen. Es gilt, die vielfältigen sozialen Aufgaben und Herausforderungen in Neuweiler und seinen Ortsteilen, Agenbach, Breitenberg, Gaugenwald, Hofstett, Oberkollwangen und Zwerenberg anzunehmen und weitere bzw. neue Strukturen zur Unterstützung hilfebedürftiger Bürgerinnen und Bürger aufzubauen.
 
Grundlage sind die Ergebnisse und Wünsche der Bürger aus der Leader-Umfrage, die in einem Grobkonzept zusammengefasst wurden. Zukünftig können bedarfsgerechte Versorgungsstrukturen nur dann geschaffen werden, wenn es gelingt, Eigeninitiative und gegenseitige Unterstützung zu stärken. Ziel muss es sein, bürgerschaftliches Engagement und neue Formen eines Hilfemix von Professionellen und Ehrenamtlichen auf örtlicher Ebene zu stärken. Erkenntnisse aus dem neuen Modellprojekt PräSenZ (Prävention für Senioren Zuhause) sollen in die Arbeit des Vereines einfließen.“
 
Insbesondere durch die Förderung auf folgenden Gebieten soll dies laut den Vereinsstatuten alles bewerkstelligt werden: Alten-, Familien- und Jugendhilfe; Erziehung und Bildung; Unterstützung hilfsbedürftiger Personen; bürgerschaftliches Engagement zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke; Verständigung der Generationen untereinander.“ - Der Beitrag des Vereins wurde auf 25 Euro für Einzelmitglieder und auf 40 Euro für Familien festgesetzt. Sonst sollen u.a. nicht zuletzt Spenden die Finanzierung des weiten Aufgabenfeldes mittragen. Laut Anita Burkhardt gibt es ab Januar ein Spendenkonto, auf das absetzbare Geldzuwendungen fließen können. (Text: Schwarzwälder-Bote-Redakteur Christoph Bay/Hans Schabert; SB-Bild: Thomas Fritsch)
 
Gründungsmitglieder des Vereins MFN

So präsentierte sich nach der Wahl der Vorstand des MFN mit der Ersten Vorsitzenden Anita Burkhardt (vorne links) und ihrem Stellvertreter Bernd Schanz (links stehend).